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DIE 10 GRÖSSTEN FEHLER BEIM CHALKEN

Chalk gibt es in vielen verschiedenen Formen, wir nennen sie Texturen, und jeder Kletterer hat seine ganz eigene Vorliebe. Beliebt sind gepresste, rechteckige Blöcke, die erst unter großer Krafteinwirkung nachgeben und in kleinere Brocken zerbrechen. Wenn aus Arbeit Liebe wird – und das fast schon hypnotisch – wie jemand vor der Route steht und sie liest, immer wieder in sein Chalkbag greift als würde es helfen, die Route zu verstehen, dabei nach und nach das Magnesium mit den Fingern zerdrückt wie Luftpolsterfolie.

Im Laufe unserer vielen Testphasen mussten wir Versuchsszenarien entwerfen, die mögliche Beeinflussungen der Ergebnisse ausschlossen. Wenn man erst einmal darauf achtet, was man selbst während des Kletterns anfasst, weiß man, warum man abrutscht. Wir möchten dir hier einige Tips und Tricks mit auf den Weg geben, damit du das beste aus deinem Chalk machen kannst – und zeigen dir die größten Fehler beim Chalken.

Dreckige Hände

Wasche deine Hände, bevor du an die Wand gehst. Und zwar richtig – mit einem Schwamm. Seifen, Haargele oder die Dinge, die wir den Tag über anfassen, können einen dünnen Film auf der Haut hinterlassen der nur schwer durch einfaches Händewaschen abzukriegen ist. So ein Film kann den Halt erheblich einschränken. Wichtig ist außerdem selbst nach dem Hände waschen so wenig wie möglich anzufassen.

Absteigen statt abspringen

Dieser (nicht ganz) ernst gemeinte Rat bezieht sich nicht darauf, dass beim Absteigen die Haut beansprucht wird – sondern das besonders an Abstiegsleitern ein hoher Gummiabrieb der Schuhe auf den Griffen liegt. Nimmst du diesen mit der Haut auf, kriegst du ihn nur wieder schwer ab.

Chalken ohne Strategie.

Greif mal so richtig in den Chalkbag, teste dann mit Zeigefinger und Daumen wie gut der Grip ist. Klopfe die Hände an der Hose ab und versuche es erneut. Du wirst merken, je öfter du deine Hände abklopfst – und je weniger Chalk du auf der Hand hast – desto besser wird dein Halt. Befindet sich die eigentliche Schwierigkeit erst am Ende der Route, ist es hilfreich, mit einer dickeren Schicht auf der Haut zu starten um an der entscheidenen Stelle den perfekten Halt zu haben.

Keine Pause

Tu deiner Haut etwas gutes und mach mal Pause. Je öfter du von Griffen abrutscht, die du nicht halten kannst, desto glatter wird deine Haut und braucht Zeit um nachzuwachsen.

Zu viel Chalk

Sobald deine Ellenbogen weiß sind hast du es übertrieben. Du kannst aber auch schon deutlich früher zu viel Chalk benutzt haben. Der Griff in dein Chalkbag ist schon längst routine – fühlt sich ja auch gut an – aber meistens brauchst du es gar nicht. Teste mit deinem Daumen und Zeigefinger, wie trocken deine Fingerspitzen noch sind. Wenn du noch starken Druck ausüben kannst, sind deine Finger höchstwahrscheinlich noch ziemlich trocken. Und der Griff, den du dir sparst, schont auch deine Haut.

Der Chalkbag deines Freundes

Mal kurz bei dem Freund ins Chalkbag greifen, weil der eigene noch bei der letzten Route liegt – solange die Hände weiß sind, ist’s ja okay. Tatsächlich aber unterscheiden sich fast alle Chalk Sorten in der Korngröße, und diese Entscheidet wie gut das Magnesium an deiner Hand haften bleibt. Wenn du nun zwei verschiedene Sorten auf der Haut hast wird das Ergebnis eher unzufriedenstellend ausfallen. Das heißt nicht, dass du ab sofort jedes Mal eine Einladung zum Griff ins fremde Chalkbag ablehnst – sondern vielmehr, dass du danach wieder bei Fehler Nr. 1 gelandet bist. Dreckige Hände – also ab ans Waschbecken.

Und dein eigener

Wann hast du das letze Mal dein Chalkbag ausgeleert und gesäubert? Lange her? Ganz sicher hast du noch etliche Reste von den verschiedensten Chalksorten in deinem Chalkbag schlummern, die du mit jedem Griff wieder mit deinem aktuellen vermischst. Übrigens – je größer dein Chalkbag ist, und je mehr Chalk du hineinfüllst – desto länger kommt es wahrscheinlich auch mit der Luft in Kontakt und kann über einen langen Zeitraum Wasser aufsaugen.

Keine Bürste

Kommst du an einem Griff mal nicht weiter, kann es dir einen großen Vorteil bringen ihn so richtig zu schrubben. Die Ansammlungen von Chalk, die Teils durch Begehungen und Teils durch den Staubgehalt in der Luft entstehen, bilden eine Schicht zwischen deiner Haut und dem Griff. Je dicker diese Schicht ist, desto mehr wirst du unter einer hohen Belastung abrutschen. Benutze daher auch besonders dünn auftragendes Chalk – deine Haut hat nämlich schon der perfekten Grip.

Chalk an deinen Schuhen

Genau wie auf den Griffen zu viel Chalk liegen kann, kann auch an deinem Schuh zu viel Chalk haften und eine Schicht bilden, die bei großer Belastung rutscht. Du kannst deine Schuhe vor dem Start ein deiner Hose abstreifen – noch besser wäre ein kleiner Teppich oder in der Halle, ein Teppichboden.

Im Chalk baden

Die Staubbelastung in den Hallen steigt von Monat zu Monat und auf Wettkämpfen ist die Luft kaum aushaltbar. Die Augen brennen, der Mund und Hals wird trocken – und durch den Nebel erkennt man gerade so das Ende der nächsten Wand. In Zeiten wie diesen ist ein bewusster Umgang mit Chalk wichtig, der Gesundheit aller zuliebe. Achte also darauf, vorsichtig und möglichst im Chalkbag zu chalken, bevor du alles in der Luft verteilst. Lege auch dein Chalkbag an die Seite, damit niemand bei einem Sturz darauf fällt.